13.08.2019

Kreativpause beendet 💖 - ProbenĂ€hen

Ihr Lieben!
LĂ€nger habt ihr hier nichts mehr gelesen und das hatte auch GrĂŒnde. Ich war Anfang Juli beim Arzt und es gab einen auffĂ€lligen Befund, weshalb ich ins Krankenhaus ĂŒberwiesen wurde. Die OP sollte zuerst am 16.07.2019 im Uniklinikum stattfinden, allerdings waren die Bedingungen dort suboptimal und die OP wurde verschoben. Nach all der Aufregung vorher und der Vorbereitung auf den Tag mit mehreren Terminen in der Ambulanz der Uniklinik, am OP-Tag seit morgens um 07:30 Uhr ĂŒber 6 Stunden dort dumm rumliegend in einem Zimmer, das die Schwestern wohl vergessen hatten, denn es kam die ganze Zeit nicht eine mal vorbei, langsam sehr hungrig und durstig werdend (letzte Mahlzeit um 19 Uhr am Vorabend), alles noch mal von vorne. Das hat mich psychisch ziemlich gestresst und blockiert. Ein Grund fĂŒr mich, mir eine BelegĂ€rztin zu suchen, die den Eingriff dann am 30.07.2019 im Marienkrankenhaus durchfĂŒhrte.
Boerlinerin im Krankenhaus - August 2019

Boerlinerin im Krankenhaus - August 2019

Boerlinerin im Krankenhaus - August 2019

Meine Panik vor der Narkose war groß, aber alles lief wirklich super. Die Betreuung dort war einfach klasse, sehr persönlich und kompetent. Das Zimmer groß, hell, modern mit einem schicken kleinen Badezimmer. Wenn ich nicht zur OP dort gewesen wĂ€re, hĂ€tte ich ein GefĂŒhl von Hotelaufenthalt bekommen können.
Boerlinerin im Krankenhaus - August 2019

Am 31.07.2019 durfte ich bereits das Krankenhaus wieder verlassen, noch mit Schmerzen und der Verordnung von 2 - 3 Wochen Schonung - es begann nun die Warterei auf den histologischen Befund. Die Zeit war nervig und anstrengend, mir kamen schon ab und zu die Gedanken "was wĂ€re wenn", ich hatte Angst und ein mulmiges GefĂŒhl. Aber seit der gestrigen Kontrolluntersuchung weiß ich, dass es "nur" ein 5 x 1,5 x 1 cm großer, gutartiger Polyp an der GebĂ€rmutter war. Kein Krebs. Gott sei Dank, ich bin wirklich sehr erleichtert und dankbar!
Und meine Ärztin war so zauberhaft! Sie fragte mich gestern als Erstes, wie und ob ich mit ihrem Eingriff zufrieden war. Ist das nicht toll?! Das habe ich das 1. Mal in meinem Leben erlebt, dass mich ein Arzt fragt, ob ich - die Patientin - zufrieden war. Und ich hatte schon einige OPs in meinem Leben. Großartig. Ich mag diese Ärztin seit gestern noch mehr. Ich fĂŒhle mich bei ihr wirklich sehr gut aufgehoben. Sie nimmt sich Zeit, erklĂ€rt alles genau, beantwortet Fragen und ist im OP sehr herzlich, aber vor Allem beherrscht sie ihr Metier. Ein sichtbares Andenken habe ich noch vom OP-Tag - nicht von meiner Ärztin, sondern von einer Schwester, die nebenbei gesagt total nett und lieb war, genau wie der lustige Krankenpfleger, der mich in meinem Bett in den OP-Saal geschoben hat:
Boerlinerin im Krankenhaus - August 2019
Der blaue Fleck ist auch 14 Tage nach der OP noch ein wenig schmerzhaft, verĂ€ndert tĂ€glich die Farbe und schmĂŒckt meinen Arm. Die OP-Schwester hat beim Versuch, mir einen ZVK zu legen die Venen nicht gefunden, trotz 2-fachem Zustechen. Man darf ja vor der OP nicht mehr trinken und dazu kommt, dass ich eh schlechte Venen habe, sogenannte Rollvenen. Sie konnte also nichts dafĂŒr und hat sich auch mehrfach entschuldigt, die Arme tat mir richtig leid. Der ZVK wurde dann schlussendlich im OP direkt vom AnĂ€sthesisten gelegt in den HandrĂŒcken. Dank "Scheißegalpille" vorher hat mich das irgendwie alles gar nicht gestört. Diese Wunderpille hatte mein Hirn innerhalb einer Viertelstunde so vernebelt, dass ich gar keine Zeit mehr hatte, Angst zu entwickeln.

Ich bin ja Anfang Juli zur FrauenĂ€rztin gegangen, weil ich Schmerzen hatte. Der "Polyp", der mir nun entfernt wurde, war aber nur ein Zufallsbefund wĂ€hrend des Ultraschalls und wie sich herausstellte durch seine Lage nicht die Ursache fĂŒr meine Unterleibsschmerzen. Und deshalb darf ich Ende September auch noch eine Darmspiegelung ĂŒber mich ergehen lassen. Jiippppiiieeehhh! Nicht!!! Allein der Gedanke an 3 Tage Nahrungsumstellung und AbfĂŒhrmaßnahmen durch dieses komische GetrĂ€nk vorher ist schon eklig genug und alle bildlichen Assoziationen der Untersuchung lassen mich auch nicht vor Freude hĂŒpfen. Aber es nĂŒtzt ja nichts, irgendwas ist da in meinem Körper, was mir Schmerzen bereitet und das muss geklĂ€rt werden. Also nochmal eine - diesmal aber wirklich kleine - Narkose. Und wieder Schmerzen und Unwohlsein und bestimmt auch mindestens 2-3 Tage Schonung danach. Hach ja, wenn schon, denn schon. Nehmen wir das auch noch mit.

Aber im Moment geht es mir gut, mein Kopf ist frei und ich kann mich wieder besser konzentrieren, habe Spaß an meinem Job und die Zeit bis zum nĂ€chsten Eingriff nutze ich jetzt, um zwei herbstliche Schnittmuster fĂŒr uns Ladys mit ein paar Extrakurven fertigzustellen, damit diese Ende dieser oder Anfang nĂ€chster Woche ins ProbenĂ€hen gehen können und hoffentlich Ende August in den Shops landen fĂŒr euch. Es wird ein "Twin-Set" nach Boerlinerin-Art fĂŒr dehnbare Stoffe, vorzugsweise fĂŒr herbstliche Strickware, aber das ObendrĂŒber - sprich der Mantel - kann auch aus Wollwalk, Cord oder Jeans genĂ€ht werden, solange die Stoffe min. einen 2% Anteil Elasthan haben. BĂŒndchenstoff und/oder Cuffs werden aber auch benötigt.
Boerlinerin - Schnittmuster & Anleitungen

Boerlinerin - Schnittmuster & Anleitungen
Probemodell Boerlinerin Rolli-Kleid
Beide Schnitte gradiere ich fĂŒr die Gr. 44 - 58 - mein Stammteam freut sich schon auf etwas Neues von mir und ich mich auch sehr auf die Testphase, denn die Zwangspause war doch seit meinem Wegzug aus Berlin etwas lang.

Solltet ihr Interesse am aktuellen oder auch zukĂŒnftigen ProbenĂ€hen haben, dann lest und kommentiert gern den Beitrag auf meiner FB-Seite oder kommt gleich in meine NĂ€hgruppe bei FB (đŸ“€ LINK!). Denkt daran, die dort gestellten Fragen zu beantworten, damit ich euch vorher ein wenig kennenlernen kann. Potenzielle Bewerberinnen fĂŒr ProbenĂ€hen bei mir mĂŒssen nicht zwingend Blogs, FB-Seiten oder Insta-Profile haben, sondern einfach Spaß und Freude am NĂ€hen und natĂŒrlich auch Zeit und Stoff haben. Was mir wichtig ist: ZuverlĂ€ssigkeit, Verschwiegenheit, LoyalitĂ€t, schöne Tragefotos, Genauigkeit und den Mut, auch kontruktive Kritik zu ĂŒben, die mir dann weiterhilft, Fehler auszumerzen. Ich freu mich auf neue Gesichter!

So, das war ein kleiner Einblick in mein Leben mit kleinen Höhen und Tiefen. Boerlinerin ist eben auch nur eine ganz normale Frau, bei der das Leben 1.0 das kreative Leben auch mal ausbremst. In diesem Sinne wĂŒnsche ich euch eine schöne Restwoche und wir lesen uns bestimmt bald wieder!
Herzliebst eure

Boerlinerin

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