14.11.2016

Schnittmuster und die Sache mit der Werbung

Guten Morgen am Montag!
Ihr Lieben, ich hoffe euch geht es gut? Ich bin ganz ehrlich: trotz wunderschöner Hochzeit der Herzmenschen und ein oder zwei schönen Ereignissen dieses Jahr bin ich froh, wenn 2016 endlich vorbei ist und setze große Hoffnungen auf das neue Jahr. Ohne Katastrophen, ohne ernsthafte Krankheiten, ohne sich ständig, die Ellenbogen nutzend, durch die Weltgeschichte manövrieren zu müssen.

In den letzten Wochen bin ich kaum zum Nähen gekommen, geschweige denn habe ich das geplante neue Schnittmuster fertigstellen können, weil einfach immer irgendwas anderes war im Job. Das nennt man wohl eine ziemlich lange Pechsträhne, was da arbeitstechnisch alles passiert ist. Also in meinem Hauptjob. Unwetter mit Überflutung der Geschäftsräume, defekte teure Geräte, Ärger bei der Abwicklung mit den Versicherungen, unzuverlässige Vertragspartner und jede Menge Kleinkram, der immer so nebenbei noch auftaucht, wenn man sowieso den Kopf und Schreibtisch nicht frei hat. Aber jetzt sollte langsam Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein *ganz-leise-flüster-um-nicht-die-bösen-Geister-zu-wecken*

Was mich aber auch vor einigen Tagen geärgert hat war eine Mail, die meine Kreativ-Arbeit betrifft. Wie ihr ja wisst, habe ich lange Zeit meine Ebooks über Crazypatterns angeboten.

Für alle, die es noch nicht wussten, mal eine Aufdröselung, wie sich der Preis zusammensetzt bzw. was unterm Strich für uns Verkäufer übrig bleibt: vom Verkaufspreis, den ich festsetze, wird erstmal die (landesübliche) Mehrwertsteuer abgezogen (dort sind es 21%) und vom Nettobetrag erhalten wir Verkäufer 70%. Soweit, so gut, denn die Firma übernimmt ja auch die Umsatzsteuermeldungen und führt die Steuern an ihr Finanzamt ab, stellt den Server zur Verfügung und möchte selbstverständlich auch verdienen an dem Ganzen. Das ist auch alles legitim und für mich völlig ok.
Jetzt das große ABER von mir: wieso sollen wir Verkäufer für geschaltete Werbung dieser Plattform in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram & Co. oder aber für Annoncen im Newsletter der Firma viel Geld bezahlen, also einen "Platz" kaufen, damit EIN Artikel von uns dort beworben wird? Und ich rede hier nicht von 5 oder 10 €, nein, die Summen, die dort in der Aufstellung zu lesen sind, bewegen sich zwischen 50 und 100€ für eine einmalige Schaltung einer Anzeige. Sorry, aber das finde ich Mist. Großen Mist sogar. Und es ist absolut unüblich.

Andersherum sollte doch ein Schuh daraus werden. Die Firma wirbt mit unseren Produkten, um sie zu verkaufen und dafür Provision zu kassieren. Je mehr Werbung sie macht, je mehr Einnahmen. Kein anderer Anbieter handhabt es so, im Gegenteil. Bei den gängigen Plattformen werden regelmäßig Posts veröffentlicht und Schnittersteller bzw. deren Ebooks beworben, aufmerksam gemacht auf Produkte, denn jeder Click zur Seite und ein darauf folgender Kauf sichert dem Unternehmen einen kleinen Teil des Verkaufspreises. Wieso also soll man dafür noch extra zahlen? Die Gebühren für die Anzeigen stehen in keinem Verhältnis zu den Verkäufen/Erlösen. Damit sich so eine Anzeige amortisiert, muss man schon in einer Woche mindestens 250 Ebooks verkaufen. Und für solche Zahlen bin ich als Mini-Anbieter von Schnitten einfach zu klein.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in eine hoffentlich tolle Woche.
Herzliebst eure Boerlinerin!

1 Kommentar:

  1. Ich verstehe deinen Zorn und die Konsequenz, die du daraus gezogen hast.
    Egal wo man hinschaut: es geht immer und überall nur noch darum, noch mehr Geld zu verdienen...bzw. "einzusacken".
    Ich wünsche dir viel Erfolg beim Direktvertrieb, das wird schon! LG Diana

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