02.12.2015

Handmade und DIY - sparen durch Recycling

Ihr Lieben!
Handmade und DIY - ein Trend, der seit Monaten auf der Skala einen Aufwärtstrend zeigt. Handgemachtes ist wieder "in" und gern gesehen, zumindest bei den Meisten in der Gesellschaft. Das angestaubte Image selbstgenähter Kleidung schon lange abgeschüttelt und das Vorurteil, dass die von Mutti geschneiderte Klamotte nur aus Geldnot entstand, langsam aber sicher verblasst. Nähen, Stricken und Sticken - Hobbys, die ich selbst ausübe - sind absolute Geld- und Zeitfresser. Material ist teuer, wenn es vernünftige Qualität haben soll. Es sei denn, man recycelt alles, was man in den Schränken findet. Eine gute Sache wie ich finde, denn bevor ich abgetragene Kleidung in den Container schaffe, wird alles durchgeguckt und zerschnippelt, was noch verwertbar ist. Reißverschlüsse rausgetrennt, Hosenbeine abgeschnitten, T-Shirts - falls noch nicht total verblasst - ebenfalls in eine Kiste gepackt. Man weiß ja nie, wozu man es noch brauchen kann.

Ich empfehle z.B. meinen Probenähmädels immer, die ersten Probestücke aus alten Shirts, abgenutzten Jersey-Bettlaken oder Bettwäsche zu machen, damit nicht gleich der teure Stoff dran glauben muss. Wegschmeißen würde man die alten Laken wahrscheinlich sowieso, also kann man doch gern noch das eine oder andere Probestück daraus herstellen. Der gekaufte und heißgeliebte Stoff, den man später verarbeiten möchte zu Pulli, Kleid oder Hose ist einfach zu teuer, um damit zu experimentieren. Dafür sollte das Schnittmuster, das man verwenden will, von einem selbst schon getestet und eventuell auf die eigenen Maße angepasst worden sein, sonst folgt auf die Nählust manchmal schnell der Nähfrust. Ich selbst nutze auch anfangs alte Decken oder Laken, wenn ich ein neues Schnittmuster ausprobiere, wobei man darauf achten sollte, dass der Probestoff auch die Materialeigenschaften gemäß Nähanleitung hat. Wenn ein Pulli oder Kleid aus dehnbaren Stoffen entstehen soll, dann muss der Probestoff ebenfalls dehnbar sein. Meist funktionieren Jersey-Laken wunderbar. Zwar sehr dünn im Material mit der Zeit nach X-mal waschen, aber immerhin noch elastisch.

Alte T-Shirts schneide ich manchmal zu schmalen Streifen und stricke damit kleine Teppiche oder häkel Utensilos. Sieht schick aus, kostet fast nichts, denn das Shirt liegt eh im Schrank und wird nicht mehr getragen. Jeans werden grundsätzlich zerschnitten und alles, aber auch alles wiederverwertet. Die Taschen werden abgetrennt und später auf Shirts wieder aufgenäht. Aus den Hosenbeinen entstehen Körbchen oder Handtaschen und wenn die Jeans oben herum noch ok ist, dann kann mit Hilfe eines Kombistoffs ein schicker Rock genäht werden. Dies sind ein paar kleine Anregungen, wie unsere liebsten Hobbys auch mit weniger Geld finanzierbar bleiben.

Und wenn ich dann doch mal neuen Stoff brauche, greife ich auf meinen Lieblings-Online-Händler Stoffcentrum zurück, denn dort bekomme ich relativ günstige Stoffe, die qualitativ empfehlenswert sind und super schnell geliefert werden (ok, kleine "Schleichwerbung" - aber vernünftige Shops, die gute Qualität zu guten Preisen liefern, darf man ja auch gern mal empfehlen). Das letzte Paket kam grad heute an, wunderschöner kuschliger Sweat und weicher Polarfleece:



Welche Tricks und Tipps habt ihr? Recycelt ihr ebenfalls? Oder ist das für euch kein Thema? Ich bin gespannt auf eure Meinungen und wünsche euch einen schicken Tag!
Herzliebst eure Boerlinerin!

Kommentare:

  1. Bisher habe ich wenig recycelt. Dieses Jahr mal aus einer Jeans meines Partners eine Kinderlatzhose, da blieb nicht mehr viel übrig. Aber ich frage immer meine Schwester ob sie Kleider die ich aussortiere noch haben will und einige Klamotten habe ich auch auf die Seite getan zum wiederverwerten. Da liegen sie aber noch ;). Ich könnte das Thema also noch ausbauen :D. Meine "alten" Klamotten gebe ich in die Kleidersammlung. Die guten Teile werden dann in der Schweiz und in Osteuropa verteilt.
    Aber du machst das vorbildlich, super toll :)

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  2. Hallo Petra,

    auch ich recycele teilweise meine Sachen. Aus Jeanshosen werden bei mir Handtaschen oder Utensilos. Gürtel bewahre ich auf um daraus Handtaschen Träger zu machen. T-Shirts habe ich auch noch liegen, die ich abändern möchte.

    Lg Julia

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